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SEO-Audit-Checkliste: 23 Punkte, die du selbst prüfen kannst
Ein SEO-Audit muss kein 90-Seiten-PDF sein. Es geht um zwei Stunden konzentrierte Arbeit, ein paar gratis Tools und das richtige Set an Fragen. Diese 23 Punkte deckt 95 Prozent dessen ab, wonach Agenturen tausende Euro nehmen. Wenn du sie selbst durchgehen kannst, weißt du danach, ob dein Shop SEO-mäßig gesund ist oder ob du Hilfe brauchst.
Was brauche ich für ein SEO-Audit?
Du brauchst Zugriff auf Google Search Console, Google Analytics 4, ein Crawl-Tool (Screaming Frog free oder Sitebulb-Lite reicht), idealerweise einen Ahrefs- oder Sistrix-Zugang und das Lighthouse-Tool im Chrome-Browser. Wenn du Search Console und GA4 noch nicht eingerichtet hast, fang dort an. Ohne diese Daten ist ein Audit oberflächlich.
Plan zwei Stunden ungestörte Arbeitszeit ein. Audit nebenbei zwischen Calls funktioniert nicht. Kaffe, Notizblock, Browser auf, los.
Welche technischen SEO-Punkte muss ich prüfen?
Diese acht technischen Checks sind nicht verhandelbar. Wenn einer davon falsch ist, ranken alle anderen Hebel schlechter.
- HTTPS überall. Site läuft komplett auf HTTPS, kein Mixed Content. Mit dem Chrome-Inspector in der Console prüfen.
- Sitemap.xml ist generiert, aktuell und in der Search Console eingereicht. URLs in der Sitemap müssen zu indexierbaren Seiten führen, keine 404 oder 301.
- Robots.txt blockiert nichts Wichtiges. Mit dem Robots-Tester in der Search Console prüfen.
- 301-Redirects für alle umgezogenen oder gelöschten URLs. Crawl mit Screaming Frog deckt Redirect-Ketten und 404 auf.
- Canonical-Tags auf jeder Seite, idealerweise self-referential.
- Hreflang reziprok bei Mehr-Markt-Stores. Sistrix Hreflang Checker oder Screaming Frog.
- Mobile Page Speed Lighthouse-Score über 80. Aktuelles Theme, Bilder komprimiert, weniger Apps.
- Core Web Vitals alle drei (LCP, INP, CLS) im grünen Bereich laut Search Console.
Welche On-Page-Faktoren prüfe ich im Audit?
Hier geht es um das, was Nutzer:innen auf jeder einzelnen Seite sehen. Diese acht Checks deckt einer der größten Hebel ab.
- Individuelle Title-Tags auf Startseite, allen Collections und Top-Produkten. Keine Default-Templates wie Produktname pipe Shopname.
- Individuelle Meta-Descriptions auf den gleichen Seiten. 130 bis 160 Zeichen, mit Call-to-Action und Hauptkeyword.
- Genau ein H1 pro Seite mit dem Haupt-Keyword. Mehrere H1 sind ein häufiger Theme-Bug.
- H2/H3-Struktur logisch gegliedert. Keine H2 ohne vorheriges H1, keine H3 ohne H2.
- Bild-Alt-Tags auf allen Produkt- und Content-Bildern. Beschreibend, ohne Keyword-Stuffing.
- URL-Slugs sind kurz und beschreibend. Keine Auto-Generierten Hashes oder zu lange URLs.
- Produktbeschreibungen sind unique. Keine 1:1 vom Hersteller übernommenen Texte.
- Schema-Markup über Default hinaus. FAQPage, AggregateRating, BreadcrumbList. Mit dem Rich Results Test prüfen.
Welche Content- und Link-Aspekte prüfe ich?
- Mindestens 15 Blog-Artikel zu Mid-Funnel-Themen. Wenn der Shop unter 10 Artikel hat, fehlt SEO-Content-Substanz.
- Internal Links Collection ↔ Produkt ↔ Blog. Jedes Produkt sollte zu seiner Collection und mindestens einem relevanten Blog-Artikel linken.
- Collection-Beschreibungen länger als drei Sätze, mit Keywords. Leere oder einsätzige Collections sind dünner Content.
- FAQs auf Top-Produkten beantworten echte Such-Fragen. In der Search Console unter Leistung kannst du die häufigsten Anfragen sehen.
- Externe Backlinks aus mindestens drei verschiedenen Quellen. Mit Ahrefs oder Sistrix Backlinks prüfen.
- Brand-Search-Volumen wächst kontinuierlich. In der Search Console unter Leistung filterst du auf Brand-Keywords.
- Reviews mit Schema-Output auf Produktseiten. Sterne in den Google-Snippets sind ein klares Klick-Signal.
Was sagt mir das Ergebnis dieser SEO-Audit-Checkliste?
Wenn du 20 von 23 Punkten abhaken kannst, sitzt deine SEO-Basis. Du kannst dich auf Content und Linkbuilding konzentrieren, das Fundament steht.
Bei 15 bis 19 Punkten hast du gute Grundlagen, aber zwei oder drei Hebel die unmittelbar Traffic kosten. Die fehlenden Punkte priorisierst du nach Aufwand mal Wirkung. Hreflang und Title-Templates schlagen meistens Schema-Markup.
Unter 15 Punkten ist die Basis nicht gesund. Bevor du Content-Marketing oder Linkbuilding angehst, fix die technischen und On-Page-Grundlagen. Sonst wirfst du Geld zum Fenster raus.
Häufige Fragen
Wie lange dauert ein SEO-Audit?
Ein gründliches Selbst-Audit nach dieser Checkliste dauert zwei bis drei Stunden, plus eine Stunde für die Auswertung. Eine Agentur braucht für ein vergleichbares Audit oft drei bis fünf Tage und nimmt 1.500 bis 4.000 Euro.
Was ist der Unterschied zwischen technischem SEO und On-Page-SEO?
Technisches SEO umfasst die unsichtbaren Grundlagen (HTTPS, Sitemap, Robots, Hreflang, Page Speed). On-Page-SEO ist das, was Nutzer:innen auf jeder Seite sehen (Titles, Headings, Bilder, Schema). Beide hängen zusammen, aber die Aufgabenfelder sind getrennt.
Brauche ich kostenpflichtige Tools für ein SEO-Audit?
Nein. Google Search Console, GA4, Lighthouse und Screaming Frog free reichen für die meisten Checks aus. Ahrefs oder Sistrix sind hilfreich für Backlink-Analyse und Konkurrenz-Vergleich, aber nicht zwingend nötig für ein Basis-Audit.
Wie oft sollte ich ein SEO-Audit machen?
Vollständig einmal jährlich. Ein Mini-Audit der wichtigsten technischen Punkte (HTTPS, Hreflang, Page Speed, 404-Errors) gehört zur monatlichen Routine. Nach jedem Theme-Update oder Migration sollte ein Audit zwingend stattfinden.
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